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PRESSEMITTEILUNG / Rede des spanischen Ministerpräsidenten nach den Anschlägen in Paris

14. November 2015.- Ministerpräsident Mariano Rajoy hat in seinem Amtssitz La Moncloa in Madrid nach den Anschlägen in Paris folgende Erklärung abgegeben:
„Guten Tag,
heute fühlen wir uns alle durch die brutalen Anschläge in Paris äußerst erschüttert. Wir Spanier kennen diesen Schmerz, wir haben ihn am eigenen Leib erfahren. Daher wollen wir unseren französischen Freunden in diesen Stunden der Trauer sagen, dass wir bei ihnen sind, dass sie sich auf uns verlassen können, dass wir ihre Tragödie wie unsere eigene empfinden und dass wir mit allen Demokraten auf der Welt bei der Verteidigung unserer Werte zusammen stehen.
Die gestrigen Greuel lassen durch keinen Grund oder Glauben rechtfertigen. Wir stehen nicht vor einem Religionskrieg, sondern vor einem Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei. Als Menschen, die wir das Leben, die Freiheit und die offenen Gesellschaften verteidigen, fühlen wir uns alle von denen geschlagen und bedroht, die unseren Lebensstil, den wir im Laufe von Jahrhunderten des Fortschritts und der Zivilisation aufgebaut haben, beenden wollen.
Deswegen sind wir heute alle Frankreich und deswegen nehmen wir alle gemeinsam an diesem Kampf teil, den wir gewinnen werden. Sie können uns wie gestern geschehen Schmerz zufügen, doch sie werden uns nicht besiegen. Niemals werden sie erreichen, dass wir unsere Freiheit, unsere Rechte und unseren Lebensstil aufgeben.
Der Terrorismus konnte Europa noch nie bezwingen. Wir bleiben fest entschlossen im Kampf gegen die terroristische Barbarei. Gewalt und Wahn werden unsere gemeinsamen demokratischen Überzeugungen nicht brechen können.
Gestern Nacht habe ich, nachdem ich von den Anschlägen erfahren habe, sofort mit Premierminister Manuel Valls gesprochen und ihm unsere Hilfe und Solidarität übermittelt. In den vergangenen Stunden habe ich ebenfalls mit den wichtigsten Parteichefs gesprochen, im Besonderen mit dem Chef der sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE), Herrn Sánchez, mit dem ich Anfang des Jahres einen Staatspakt gegen den dschihadistischen Terrorismus unterzeichnet habe. Ich habe auch mit Herrn Iglesias sowie Herrn Rivera gesprochen, und ich werde noch einen Anruf von Herrn Toxo sowie einen Anruf von Rosa Díez erwidern. Heute Morgen um 11:45 werde ich mit dem Präsidenten der Französischen Republik François Hollande sprechen.
Ich glaube, dass die Einheit und Zusammenarbeit der Demokraten der einzige Weg ist, um sich der terroristischen Bedrohung erfolgreich entgegenzustellen. Daher habe ich den Innenminister angewiesen, so kurzfristig wie möglich die Teilnehmer an dem erwähnten Staatspakt einzuberufen. Desweiteren habe ich den Außenminister angewiesen, die Situation der spanischen Staatsbürger zu beobachten, die sich in Paris befinden und von den Anschlägen vielleicht betroffen sein könnten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir lediglich Kenntnis von einem verletzten spanischen Staatsbürger.
Ebenfalls habe ich für elf Uhr heute Morgen den Nationalen Sicherheitsrat einberufen, um die Lage nach den Anschlägen in Paris zu analysieren. Wie Sie wissen, halten unsere Sicherheitskräfte eine erhöhte Alarmstufe aufrecht und haben den dschihadistischen Terrornetzwerken in den letzten Wochen verschiedene Schläge versetzen können. Wir werden die Lage analysieren, und wenn wir die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen müssen, so werden wir dies tun.
Wir werden Frankreich unsere gesamte bereits bestehende umfangreiche Zusammenarbeit zur Verfügung stellen und sie verstärken, wenn dies nötig sein sollte. Frankreich hat uns an seiner Seite, nicht nur im Schmerz, sondern auch im Kampf gegen dessen Verursacher.
Vielen Dank“.
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